|
Groß ist der Tiere Not,
wenn sie krank, verletzt und mutterlos,
doch hier in diesem Verein
lässt man sie auf keinen Fall allein.
In eigener Regie – aus eigener Kraft
haben die Mitglieder wunderbares geschafft.
Wohl hat’s gekostet viele Müh,
bis endlich für das liebe Vieh
eine Station bereitet war,
zu groß war längst der Tiere Schar.
Nur wenige Tage noch, - in Reih’n
ziehn dann der Tiere Scharren ein,
voran das kranke Kaninchen,
der ausgesetzte Hund die die verletzte Katz,
uns Menschen doch größter Schatz,
Tierbabys mutterlos vorsichtig mit Bedacht,
und wer hätte das gedacht,
dann kommen auch noch bald,
Wildtiere aus heimischer Flur und Wald.
In dieser Station, man glaubt es kaum,
ist selbst für Has’ und Igel genügend Raum.
Wie bin ich auf mein Handwerk stolz!
Ich kann’s euch gar nicht sagen;
wir schaffen mit der Station aus Stein und Holz
den Tieren Wohlbehagen.
Kurzum und gut, frei sag ich’s an:
Was wir geschafft, ist gut getan!
So will ich denn, statt viel zu reden,
nach altem Brauch mein Glas erheben
und denen, die diesen Bau vollführen,
wie’s einem Meister wohl gebührt,
das erste Lebe hoch ausbringen:
Drum bringe mir jetzt Wein,
damit das Haus ich weihe ein:
Gott möge schützen und bewahren
die Tiere vor Krankheit, Seuchen und Gefahren.
|