(kr). Es ist als Auffang- und Quarantänestation gedacht und soll sowohl kranke Tiere als auch solche, die nicht mit anderen zusammen auf einer Pflegestelle untergebracht werden können, beherbergen. Vor zwei Jahren hatte die Jahreshauptversammlung von "TierfreundLich" seinen Bau beschlossen, und eigentlich sollte es längst stehen. Gestern Morgen hat nun nach mancherlei Verzögerungen der Bau des "Licher Tierheims", wie manche es auch nennen, begonnen.
Der eingeschossige Bau wird nicht unterkellert, sondern steht auf einer Bodenplatte. Die Ausmaße von rund 20 mal neun Metern zeichnen sich bereits auf der Wiese neben dem Gelände des Schäferhundevereins ab, die die Stadt dem Tierschutzverein verkauft hatte. Im Juli 2009 hatte die Bauaufsicht mitgeteilt, dass aus ihrer Sicht keine Bedenken gegen die Baupläne der Tierschützer bestanden. Eigentlich sollte der Rohbau der Auffang- und Quarantänestation danach noch im selben Jahr fertig werden. Bei der Jahreshauptversammlung im März dieses Jahres wartet der Verein dann aber doch noch auf die Baugenehmigung. Mit zwei Monaten Bauzeit rechnete der Vorstand von "TierfreundLich" damals. Auf dieser Basis soll nun der Rohbau noch in diesem Jahr fertig sein und Richtfest gefeiert werden.
"In klein" gibt es das Tierheim schon. Das Modell hat beim Sommerfest des Licher Tierschutzvereins und vielen anderen Gelegenheiten mitgeholfen, die geschätzten 150 000 Euro Baukosten für den Bau zusammenzubekommen. Das im Maßstab 1:48 gehaltene Modell hat nämlich ein eingebautes Geldfach, und durch das Dach kann man sowohl Münzen als auch Scheine einwerfen. In "Originalgröße" wird man durch die Eingangstür einen Warteraum mit Flur betreten. Links liegen daneben eine kleine Küche, Bad/WC und ein Vorratsraum. Rechts sind eine Katzenquarantäne und zwei Katzenzimmer sowie der Heizungsraum geplant. Jedes Katzenzimmer hat Zugang zu einem Freilauf. Hinter einem weiteren Flur liegen vier Hundezwinger, ebenfalls mit Freilauf. Auf dem Dach der Auffang- und Quarantänestation soll eine Solaranlage für Energie sorgen.
Quelle: Gießener Anzeiger - Artikel vom 25.08.2010 / Bild: Hogen-Ostlender
Wer den Verein unterstützen möchte, kann gegen eine Spende von mindestens 100 Euro »Quara-Tabs« erwerben, Keramik-Tafeln, die später nach dem Vorbild der Hundertwasserhäuser an dem kleinen Tierheim angebracht werden sollen.
Die geplanten Tierauffang- und Quarantänestation ist als vorübergehendes Zuhause für in Not geratene Tiere gedacht, die aufgrund ihrer Gesundheit oder ihres Verhaltens nicht auf privaten Pflegestellen untergebracht werden können. »Obwohl es kein Schickimicki-Bau ist, werden die Baukosten trotzdem bei 150 000 Euro liegen«, schreibt der Verein auf seiner Homepage. Das Grundstück, den Rohbau, das Dach, die Fenster und die Türen könne man gerade noch »stemmen«. Für den Rest brauche man Hilfe. Bei der Volksbank Mittelhessen wurde ein Extra-Konto eingerichtet, auf dem mittlerweile die ersten Spenden eingegangen sind. Man freue sich über jede noch so kleine Zuwendung oder angebotene Hilfe.
Für Spenden ab 100 Euro hat sich »TierfreundLich« den » Original Licher Quara-Tab«« ausgedacht, eine Art Baustein-Aktion. Die »Quara-Tabs« werden von Kati Gerstmann, Inhaberin der Töpferei Dippemühl’, hergestellt. Die Plaketten werden in der Tradition der hessischen Schlickermalerei bemalt, mit dem Namen des Spenders und einem Pfötchen versehen, gebrannt und glasiert. Später sollen die Keramik-Platten wie bei den Hundertwasserhäusern rund um Haustür und Fenster der Auffangstation angebracht werden. Die Quara-Tabs gibt es in den Farben Blau, Hellbau, Weiß und Terra und in zwei Größen: Für Spenden in Höhe von 100 bis 199 Euro gibt es einen Tab in der Größe von sechs mal vier Zentimetern, für Spenden ab 200 Euro gibt es die Plakette im Format 8 x 5.
Spendenkonto: »TierfreundLich« e.V., Konto-Nr. 888 888 80, Volksbank Mittelhessen, BLZ 513 900 00

Quelle: Gießener Anzeiger vom 04.06.2010
Mehrere Infostände von TierfreundLich in diesem Monat
08.05.2010 - LICH
(kr). Der Tierschutzverein TierfreundLich veranstaltet in diesem Monat mehrere Infostände, um Einblick in seine Arbeit zu geben. Ein Infoblatt mit dem Titel „Überlegst Du noch - oder hilfst Du schon?“ wirbt um Unterstützung. Den Auftakt hat bereits ein Stand am Licher Rewe-Markt gemacht. Dort konnte man sich über den Stand des Baus der Tierauffang- und Quarantänestation informieren und erfahren, dass der Verein rund 350 Haus- und Heimtiere und etwa 150 Wildtiere im Jahr betreut.
Da viele der neu aufgenommenen Tiere krank und in sehr schlechtem Allgemeinzustand sind, ist eine Quarantänemöglichkeit dringend nötig. Diese soll auch ein vorübergehendes Zuhause für viele in Not geratene Tiere sein. Uwe Schmidt, der Geschäftsführer des Rewe-Marktes, informierte sich wie viele andere über den aktuellen Stand des Projektes. Weitere Infostände sind vorgesehen am Mittwoch, 12. Mai, vor dem Edeka-Markt in Lich und am Samstag, 22. Mai, wieder vor dem Rewe-Markt.
Wer Interesse an einer aktiven ehrenamtlichen Mitarbeit bei TierfreundLich hat oder den Verein beim Bau der Tierauffang- und Quarantänestation unterstützen möchte, kann sich per E-Mail info@tierfreund-lich.de oder unter der Telefonnummer 0700/84 37 54 24 melden.
Quelle: Gießener Anzeiger vom 08.05.2010
Planung einer Notaufnahme- und Quarantänestation
Im Sommer soll der Rohbau stehen, damit TierfreundLich die Auffangstation am Teufelswiesenweg zumindest schon einmal provisorisch nutzen kann.
(kr). Der Tierschutzverein TierfreundLich hat eine wichtige Etappe auf dem Weg zum Bau seiner Tier-Auffangstation am Teufelswiesenweg in Lich erreicht. Fachleute vom Marburger Amt für Bodenmanagement haben das Grundstück, das neben dem Gelände des Schäferhundevereins liegt, gestern vermessen. Die Vorsitzende von TierfreundLich, Sabine Haibach und ihre Stellvertreterin, Dr. Cornelia Konrad, waren dabei.
Die Vermessung war nötig geworden, weil der genaue Grenzverlauf des Geländestücks, das TierfreundLich von der Stadt kaufen will, unklar war. Nach Auskunft aus Marburg wird es sich um rund 5000 Quadratmeter handeln. Die rückwärtige Grundstücksgrenze stößt an die Bundesstraße 457, die an dieser Stelle in einem Einschnitt verläuft.
Sabine Haibach und Cornelia Konrad erfuhren gestern, dass es wegen eines großen Auftragsstaus bei den Vermessern zwar eine unbestimmte Zahl von Wochen dauern wird, bis sie vom Amt für Bodenmanagement die "Veränderungsanzeige" mit den exakt eingemessenen Eckpunkten ihres Grundstücks bekommen können.
Die genaue Zahl der Quadratmeter wird aber schnell feststehen, so dass der Vertrag mit der Stadt dann schon abgeschlossen werden kann. Über die Bedingungen haben der Magistrat und TierfreundLich Einigung erzielt. Sabine Haibach erläuterte gestern, dass der Rohbau samt Dach und anderen nötigen Einrichtungen für die wie jedes Jahr im Sommer zu erwartende "Katzenschwemme" fertig sein soll. Der komplette Bau soll dann noch in diesem Jahr in Betrieb genommen werden. Das Gebäude ist als Auffang- und Quarantänestation gedacht, soll aber nicht das System der Pflegestellen ablösen.
Beim Sommerfest des vergangenen Jahres hatte TierfreundLich erstmals das Modell des Bauvorhabens der Öffentlichkeit vorgestellt. Es ist im Gegensatz zum ersten Entwurf für ein Licher Tierheim nur noch eingeschossig.
Das ermöglicht es, außer den Hundezwingern auch einen abgesicherten Freilauf für schwer vermittelbare Katzen, die lange Zeit in der Station verbringen müssen, zu errichten. Nach dem ursprünglichen Entwurf lagen die für Katzen gedachten Räume im Obergeschoss.
Nach der aktuellen Planung betritt man durch die Eingangstür der Tier-Auffangstation den Warteraum mit Flur. Linkerhand liegen dahinter eine kleine Küche, Bad/WC und ein Vorratsraum. Rechts sind eine Katzenquarantäne und zwei Katzenzimmer sowie der Heizraum geplant. Jedes der Katzenzimmer hat Zugang zu einem Freilauf. Hinter einem weiteren Flur, der sich quer durch das Gebäude erstreckt, liegen vier Hundezwinger, jeder mit einem separaten Außenbereich. Der Katzenfreilauf liegt auf der sonnenbeschienenen Südseite des Gebäudes.
Dort soll ebenfalls eine Terrasse entstehen. Die Hundezwinger werden, anders als vor zwei Jahren nicht mehr im Süden platziert, sondern auf der ebenfalls wärmegünstigen Ostseite des Gebäudes. So haben die Hunde nicht direkten Sichtkontakt zum Gelände des Schäferhundevereins. Das Gebäude hat eine Grundfläche von rund 165 Quadratmetern (ohne Außenbereiche). Es ist nicht unterkellert, sondern entsteht auf einer Beton-Bodenplatte.
Wie bereits 2009 wurde im vergangenen Jahr der komplette Erlös des Sommerfests von TierfreundLich für den Bau des Tierheims verwendet. Auch das Modell, das im Wartezimmer der Conrad´schen Tierarztpraxis steht, unterstützt den Bau. Durch einen Geldeinwurfschlitz im Dach kann man für die Aufbringung der Baukosten Spenden einwerfen. Eine Öffnung für gerollte Banknoten ist ebenfalls vorhanden.
Nachdem die Bauaufsicht des Landkreises 2009 es der Stadt Lich schriftlich gegeben hatte, dass gegen den Bau des Tierheims von TierfreundLich neben dem Gelände des Schäferhundevereins am Teufelswiesenweg keine Bedenken bestehen und auch die Einzäunung als genehmigungsfähig anerkannt hatte, hatte die Stadt dem Tierschutzverein geschrieben: "Damit könnte das Vorhaben nach langer Planungs- und Abstimmungszeit nunmehr umgesetzt werden".
Quelle: Gießener Anzeiger vom 06.02.2010 / Bild (Hogen-Ostlender): Das Modell der Auffangstation.
Sektverkauf für den Tierheimbau (Artikel des Gießener Anzeigers vom 30.04.2009)

Artikel der Gießener Allgemeinen vom 13.11.2008
Großer Schritt zu einem eigenen Tierheim

Lich (dv). »Machen Sie es Schritt für Schritt und nehmen Sie die Bevölkerung mit«, riet Stadtrat Andreas Becker dem Vorstand des Vereins »TierfreundLich« bei einer außerordentlichen Mitgliederversammlung zum Bau eines Tierheimes. Der Stadtrat zeigte sich erstaunt über das Tempo, mit dem der Verein sein Bauprojekt vorantreibt. Nach einer sachlichen Diskussion beauftragte die Versammlung den Vorstand ein Planungs- und ein Finanzierungskonzept für ein Tierheim zu erstellen und einen Bauausschuss einzuberufen, der sich um die Details kümmert.
Vorsitzende Sabine Haibach betonte, dass die Konzeption, die der acht Jahre alte Verein hat, bestehen bleiben wird. »Wir sind damals angetreten, um effektiven Tierschutz vor der eigenen Haustür in einem überschaubaren und persönlichem Rahmen zu betreiben«, erinnerte sie. Die Betreuung in privaten Pflegestellen und die Erreichbarkeit in Notfällen habe sich als Erfolgsmodell erwiesen. 200 bis 250 Haustier und rund 200 Wildtiere werden jährlich betreut. Jetzt sei der Zeitpunkt gekommen, eine Quarantänestation einzurichten, denn viele gefundene Tiere, vor allem Katzen, seien so krank, dass sie nicht in eine Pflegestelle integriert werden können. Auch Hunde seien dabei, die sich nicht sofort mit anderen Artgenossen vertragen und deshalb gesondert untergebracht werden müssen.
Dank der Zusage der Stadt für ein 8000 Quadratmeter großes Gelände in der Nähe des Schäferhundesvereins am Stadtrand von Lich sei man der Realisierung eines Tierheims einen großen Schritt näher gekommen. Die stellvertretende Vorsitzende Dr. Cornelia Konrad stellte die Planung vor. Man hat Kostenvoranschläge für verschiedene Gewerke eingeholt und beziffert jetzt die Kosten auf 150 000 Euro. Der Finanzierungsplan sieht vor, ein Drittel durch Eigenkapital aufzubringen, ein weiteres durch Fördermittel vom Amt für den ländlichen Raum Gießen - Wetzlar und das letzte Drittel durch Spenden und Sponsoring. Beantragt sind die öffentlichen Mittel, doch müsse man auf einen Bescheid mindestens drei Monate warten.
Bei der Bildung des Bauausschusses stellte sich auch Stadtrat Becker zur Verfügung, quasi als Verbindungsglied zum Magistrat. Die Zusammenarbeit mit anderen Gemeinden - hier gibt es neben Lich Verträge mit Pohlheim und Rabenau - gerate in Bewegung kommen. Manch andere Stadt im Kreis überlege es sich, bereits mit TierfreundLich zu kooperieren.
Vorerst keine Klage gegen Reiskirchen
Der zweite Punkt auf der Tagesordnung war der Konflikt mit Reiskirchen. Die Gemeinde hatte im ersten Halbjahr keinen Vertrag mit einem Tierheim im Kreis zur Aufnahme von Fundtieren. Der Licher Verein hat zwar Tiere aus Reiskirchen betreut, dafür aber bislang kein Geld bekommen. Dr. Konrad schilderte die Situation und schlug vor, gegen die Kommune zu klagen. Schließlich könne »TierfreundLich« nicht auf den Kosten sitzen bleiben. Nach einer Diskussion beschloss man, vorläufig nicht zu klagen. Vielmehr wurde der Vorstand beauftragt, noch einmal mit der Verwaltung zu sprechen. Bleibe dieser Versuch ergebnislos, werde man in der Jahreshauptversammlung darüber entscheiden, ob man Klage gegen Reiskirchen einreichen werde.
Lich
Notartermin für Grundstück für Tierheimbau in Lich
19.11.2009 - LICH
(kr). Die Gespräche zwischen der Stadt und dem Tierschutzverein TierfreundLich über den Verkauf eines Grundstücks für den Bau eines Tierheims sind nach den Worten von Bürgermeister Bernd Klein abgeschlossen, ein Notartermin für die Vertragsunterzeichnung ist vereinbart. Damit ist endgültig der Weg frei für die Errichtung des Gebäudes neben dem Gelände des Schäferhundevereins unweit des Egelseewegs.
Beim Sommerfest hatte TierfreundLich erstmals ein Modell des aktuellen Gebäudeentwurfs gezeigt, der im Gegensatz zur ersten Version nur noch eingeschossig wird. Das ermöglicht es, außer den Hundezwingern auch einen abgesicherten Freilauf für schwer vermittelbare Katzen zu errichten. Nach dem vor zwei Jahren vorgestellten ursprünglichen Entwurf hatten die für Katzen gedachten Räume im Obergeschoss gelegen. Die Hundezwinger werden nicht mehr im Süden platziert, sondern auf der ebenfalls wärmegünstigen Ostseite. So haben die Hunde nicht direkten Sichtkontakt zum Gelände des Schäferhundevereins.
Quelle: Gießener Anzeiger vom 19.11.2009