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Seit unserer Gründung im Februar 2001 betreuen unsere Mitglieder jährlich ca. 500 Tiere - 1/3 unserer Pfleglinge machen heimische Wildtiere aus, Tendenz steigend!

Warum?

Der Mensch zerstört immer mehr die natürlichen Lebensräume der Wildtiere - vor allem durch Intensivierung der Landwirtschaft und durch die Zersiedlung der Landschaft wegen des Ausbaus des Straßennetzes sowie der Erschließung immer neuer Wohn- und Industriegebiete "im Grünen" - mit der Konsequenz, dass sich die Tiere anpassen und in der Nähe des Menschen ihre ökologischen Nischen suchen.
Diese enge "Nachbarschaft" hat wiederum zur Folge, dass immer mehr Menschen verletzte Wildtiere und mutterlose Jungtiere auffinden.

Nachdem die Wildtierstation von Förster Baumann in Langgöns leider aufgegeben werden musste, gibt es (mit Ausnahme von TierfreundLich e.V. und einiger Wildvogelstationen) im gesamten Regierungspräsidium Gießen keine Wildtier-Auffangstationen mehr. Wohin also mit dem Rehkitz, dem Igel, dem Feldhasen, dem Marder, dem Fuchs oder dem Frischling? Wohin mit dem aus dem Nest gefallenen Jungvogel oder dem verletzten Uhu?

Unsere Anfragen an die zuständigen Behörden (Landkreis Gießen, Regierungspräsidium Gießen, Obere und Untere Naturschutzbehörde, Veterinäramt, Ministerium), wie zukünftig weiterhin mit hilfsbedürftigen aufgefundenen Wildtieren verfahren werden soll, sind bisher leider nicht beantwortet worden (Mehr unter Presseartikel: "Auch nach vier Jahren wartet TierfreundLich auf Antwort" und "Ein Fuchs im Gartenhaus und Wildschweine im Wohnzimmer".)

Gleichzeitig werden aber immer mehr Wildtiere bei TierfreundLich e.V. abgegeben, die artgerecht untergebracht und versorgt werden müssen. In dieser Situation haben wir uns entschlossen, im Sinne der Tiere zu handeln - und selber zu bauen! Öffentliche Gelder sind für unser Projekt leider nicht zu erwarten. Unsere kleine Tierauffang- und Quarantänestation wird einzig und allein durch die Unterstützung unserer Mitglieder und Freunde gewährleistet.

Helfen Sie uns, den Wildtieren eine Zukunft zu geben und unterstützen Sie bitte unsere Arbeit mit Ihrer Spende! Wir freuen uns über jede Spende, gleichgültig, in welcher Höhe!

Stichwort: "Wildtiere", Konto-Nr.: 10659108, BLZ: 513 900 00, Volksbank Mittelhessen eG.


Wissenswertes über Wildtiere

Wilddtiere sind im Normalfall, trotz der für sie manchmal ungünstigen Lebensbedingungen, nicht auf uns angewiesen. Trotzdem kommt es immer wieder vor, dass sie unsere Hilfe benötigen:

Tiere, die durch einen Unfall verletzt wurden
verwaiste Jungtiere
aufgrund Krankheit geschwächte Tiere

Wenn man helfen will, wird einem dies nicht immer leicht gemacht. Zum Beispiel darf man auf keinen Fall ein Wildtier der Natur entnehmen (Wilderei).

Manchmal werden aus Unkenntnis Fehler gemacht, z. B. bei Rehkitzen, die tagsüber von ihrer Mutter an einem sicheren Ort zurückgelassen werden, während diese sich auf Nahrungssuche befindet. Fälschlicherweise wird angenommen, das Kitz sei alleine und brauche Hilfe.

Oder junge Vögel, die allem Anschein nach aus dem Nest gefallen sind. Dabei handelt es sich in den meisten Fällen um sogenannte "Ästlinge", die dabei sind, flügge zu werden und von den Alttieren am Boden oder in Sträuchern weiter versorgt werden. Oder es handelt sich wirklich um Nestlinge, die in den meisten Fällen aus Unkenntnis wirklich zu Tode gefüttert werden.
Die sachkundige Bestimmung, um welche Vogelart es sich hierbei handelt, entscheidet über Leben und Tod. Denn danach richtet sich das Futter, welches von einem winzigen Vogelmagen aufgenommen werden muss. Ein Samen- oder Körnerfresser kann keine Würmer verdauen, sperrt aber bereitwillig und vertrauensvoll den Schnabel auf. Das beliebte in Milch eingeweichte Toastbrot verträgt ebenfalls kein Vogel.

Igel trinken für ihr Leben gern Milch, bekommen aber aufgrund des darin enthaltenen Milchzuckers starken Durchfall, an welchem sie durch Dehydration (Austrocknung) sterben können. Igel fressen meistens auch kein Obst, welches sie vorgelegt bekommen, sondern suchen allenfalls nach darin eventuell vorhandenen Insekten, Würmern oder Maden.

So ließe sich diese Liste beliebig weiterführen. Um ein Wildtier pflegen oder aufziehen zu können, benötigt man wirkliche Sachkenntnis, wenn das Tier keinen Schaden nehmen soll.
Wir als Verein haben entweder sachkundige Mitglieder, die das gern übernehmen oder können Ihnen Ansprechpartner bei anerkannten Wildtier-Pflegestationen nennen. Wir können auf jeden Fall eine fachkundige oder medizinische Erstversorgung gewährleisten.

Wenn Sie ein Wildtier beobachten, das Ihrer Meinung nach Hilfe braucht, dann informieren Sie uns bitte.


© 2007 www.providerland.de - Letzte Änderung: 11. Mai 2011