Juni 2009
Feldhase, Fuchs, Buchfink und Co. - zur Zeit werden gehäuft verwaiste oder verunfallte Wildtierbabys bei Tierärzten, Tierschutzvereinen und Auffangstationen abgegeben, wo sie mit viel Mühe aufgepäppelt und - wenn irgend möglich - später ausgewildert werden.
Bei TierfreundLich e.V. gibt es gerade 16 Wildtierbabys zu versorgen, die noch ihr Fläschen brauchen und mit Katzenaufzuchtmilch groß gezogen werden: 11 Waschbären, 3 Marder, ein Feldhase und ein Fuchs zählen zu dem "wilden Kindergarten", der die Ersatzmutter mächtig auf Trab hält.


Die gefiederten Kleinen erfordern besondere Aufmerksamkeit, die sie in der Auffangstation von Helga Sheppard in Hungen und Frau Bettge in Lich erhalten.
Außer der liebevollen Zuwendung müssen unterschiedliche Fütterungszeiten eingehalten werden, die sich nicht gerade an den menschlichen Lebens- und Arbeitsrhythmus halten - das bedeutet einen Rund-um-die-Uhr- Einsatz. Die Pflegestellen können nur kurz das Haus verlassen - oder müssen ihre Schützlinge mitnehmen.
Wenn die Kindergartenzeit beendet ist und das Vorschulalter anfängt, wird es Zeit für einen "Tapetenwechsel". Außer den kleinen Waschbären und den Wildvögeln übernimmt die Wildtierstation von Förster Baumann in Langgöns die kleinen Racker und bereitet sie behutsam auf ihr zukünftiges Leben in Freiheit vor. Wildvögel werden von den Pflegestellen selber ausgewildert, die Waschbären überwintern bei TierfreundLich und gehen erst im Frühjahr in große Wildgehege oder einige ausgewählte Wildtierparks.
Demnächst werden die ersten verwaisten Igelbabys abgegeben und aufgepäppelt werden müssen. Die letzten Igel dieses Jahres werden ebenfalls bei den Pflegeeltern von TierfreundLich überwintern und - wie die Waschbären - evtl. im nächsten Frühjahr "ausziehen" können. Wahrscheinlich steht dann schon der nächste kleine Fuchs vor der Tür ......