700 Gramm Wildschwein werden in Lich aufgepäppelt
(kr). Am Sonntagabend tauchte die damals noch namenlose Hilde im eingezäunten Garten einer Familie im Laubacher Dörrenbergweg auf. 700 Gramm Wildschwein, erst wenige Stunden alt, und von der Mutter weit und breit keine Spur. Es brauchte ein wahres Telefonmarathon, bis die Stelle gefunden war, die sich nicht für nichtzuständig erklärte: Der Tierschutzverein TierfreundLich.
„Wir wollten es nicht zum Jäger bringen“ nannte Hildes Entdeckerin den Grund für die schwierigen Bemühungen. Zunächst wandte sich die Familie an eine Tierärztin, dann an den Tierschutzverein in Laubach. Dort hängte sich jemand ans Telefon und versuchte herauszubekommen, wer einem mutterlosen Jungtier helfen könne. Zu den Auskünften bei 15 Anrufen gehören auch Ratschläge wie „Bringen Sie es in den Wald, die Natur erledigt das von selbst“.

