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Schwache Igel brauchen Erste Wärme-Hilfe
TierfreundLich: Tierschutzengagement darf nicht bei Nutz- und Haustieren aufhören
, sondern gilt auch für unsere Wildtiere.

LICH (kr). "Warum der Aufwand für Wildtiere?" Wenn Ilona Kreiling das gefragt wird, hat sie eine klare Antwort: "Das Tierschutzengagement darf nicht bei Nutz- und Haustieren aufhören, sondern gilt auch für unsere Wildtiere". Die Situation für diese Tiere, denen auch das Engagement des Vereins "TierfreundLich" gilt, "spitzt sich dramatisch zu", so Kreiling: "Immer mehr Wildpflegestationen müssen aus finanziellen Gründen schließen".

Sie müssen schließen, weil sie ihren großen Aufwand nicht nur ehrenamtlich leisten, sondern weil sie auch die Kosten allein tragen müssen. Die Tierschützerin betont: "TierfreundLich e.V. engagiert sich wie kein anderer Verein im Umkreis um Wildtiere. So werden im Durchschnitt jährlich 174 Wildtiere aufgenommen. 80 Prozent davon sind Igel, die vom Aussterben bedroht sind. Der Igel steht auf der Liste der geschützten Tierarten und wurde zum Tier des Jahres 2009 ernannt."
Ilona Kreiling freut sich, dass TierfreundLich Unterstützung bei der wichtigen Aufzuchtarbeit und Unterbringung von Igelfindlingen durch die neu gegründete NABU-Ortsgruppe Lich bekommen hat. Auch die Interessengemeinschaft Tierschutz Mittelhessen habe Hilfe zugesagt. Trotzdem sucht TierfreundLich noch Tierfreunde, die unter Anleitung und teilweise mit Igel-Behausungen, die ihnen zur Verfügung gestellt werden, Igeln dabei helfen, zu überwintern. Es geht dabei um Tiere, die ohne Hilfe und Zufüttern die kalte Jahreszeit nicht überleben würden. Wer Interesse daran hat, den bittet Ilona Kreiling, sich unter den Telefonnummern 0700 84375424 oder 06404 64637 bei TierfreundLich zu melden.

Wie alle Jahre wieder gibt es zurzeit "Igelalarm" bei TierfreundLich. Kein Tag vergeht, ohne dass zahlreiche Anfragen wegen aufgefundener Igelbabys beantwortet werden müssen. Den Welttierschutztag am Sonntag hatte der Verein deshalb zum Anlass genommen, um Hilfe für Igelfindlinge zu bitten.
Was man tun muss, wenn man einen Igelchen gefunden hat, beantwortet die Tierschützerin so: "Zuerst ist abzuklären, ob der Findling tatsächlich mutterlos ist. Das bedeutet, man stellt Futter hin und wartet ab, ob eine Igelmutter kommt. Nur zu oft werden Wildtierbabys mitgenommen in dem Glauben, sie seien ohne Mutter. Von dieser Regel gibt es aber eine Ausnahme, wenn es sich um schwache oder verletzte Igelbabys handelt, die dringend Hilfe benötigen".
Erster Ansprechpartner sollte ein Tierarzt sein: "Er kann am besten den Zustand des Findlings beurteilen und ihn, falls nötig, sofort medizinisch versorgen." Der Finder könne aber schon selbst Soforthilfe leisten: "Den kleinen Igel warmhalten! Die meisten Findlinge sind stark unterkühlt und brauchen Wärme. Mit einer Gummiwärmflasche unter einer Decke oder unter einem Handtuch lässt sich leicht 'Erste Wärme-Hilfe' leisten. Unterkühlung ist eine der häufigsten Todesursachen bei Jungigeln". Ein unterkühlter Igel ist nicht imstande Nahrung zu sich zu nehmen oder sie zu verwerten. Ilona Kreiling weiß: "Einwickeln in ein Handtuch reicht allerdings allein nicht aus, da die Igelchen in diesem Stadium schon keine Eigenwärme mehr bilden können. Und Heizkissen sind völlig ungeeignet, da ein Hitzestau entstehen kann". Wer in seinem Garten einen Igel füttern will, sollte auf Kuhmilch verzichten: "Igel vertragen den in der Milch enthaltenen Milchzucker nicht und reagieren mit heftigem Durchfall, der tödlich enden kann". Wasser und Hunde- oder Katzen-Nassfutter sind völlig ausreichend.

Ilona Kreiling: "Wenn Sie Fragen über Igel haben, wenden Sie sich bitte an einen Tierarzt oder Tierschutzverein oder klicken Sie unsere Homepage an". Und sie fügt hinzu: "Für die auch in diesem Jahr wieder entstehenden Kosten der Igelüberwinterungen bittet TierfreundLich dringend um zweckgebundene Spenden unter 'Igel', auf das Konto Konto-Nr. 10659108 bei der Volksbank Mittelhessen. Die Bankleitzahl ist 51390000, www.tierfreund-lich.de".

Quelle: Gießener Anzeiger vom 06.10.2009


Der Igel ist das Tier des Jahres 2009

Der Igel ist zum "Wildtier des Jahres 2009" gekürt worden. Das teilte die Schutzgemeinschaft Deutsches Wild jetzt mit. Die Schutzgemeinschaft wählt seit 1992 jedes Jahr ein Wildtier, auf das in der Öffentlichkeit besonders hingewiesen werden soll, zum "Tier des Jahres". Mit dieser Wahl soll auf die zunehmende Bedrohung der Tiere durch Gefahren auch durch den Menschen aufmerksam gemacht werden.

Der Igel ist ein Einzelgänger und vorwiegend nachtaktives Tier. Sobald Dauerfrost oder Schnee das Land überziehen und die mittlere Lufttemperatur nur noch acht bis zehn Grad beträgt, sucht er sich einen geeigneten Platz für den Winterschlaf, wühlt sich ein und rollt sich zu einer Kugel zusammen. So schläft er bis März, April. Dabei sind alle Lebensvorgänge stark verlangsamt, er atmet nur noch fünf bis acht Mal in der Minute, sein Herz schlägt etwa zwanzig Mal. Wenn der Stachelige aber auch bei kalten Temperaturen noch herumläuft, handelt es sich entweder um ein krankes oder verletztes Tier, doch gelegentlich, wenn auch selten um einen verwaisten Jungigel, so die Schutzgemeinschaft. Dann, aber auch nur dann braucht er menschliche Hilfe. Sie gelingt am besten, wenn ein Tierarzt zu Rate gezogen wird oder wenn sich in der Nähe eine Igelstation befindet, die Auskunft gibt, wie mit einem Igel umzugehen ist.

Doch allzu oft versuchen Menschen sich allein als Igelretter, und in vielen Fällen begehen sie schwerwiegende Fehler, die ihrem Findling das Leben kosten können. Natürliche Feinde hat er wenige, lediglich Greifvögel und große Eulen wie der Uhu sind in der Lage, seinen Panzer aufzubrechen. Sein größter "Feind" ist, wenn auch ohne Absicht, der Mensch mit seiner Landwirtschaft und Technik oder unwissentlich falschen Fütterung von Essensabfällen, Obst und Milch. Die Vermenschlichung des Igels wie auch vieler anderer Tiere ist unsinnig und tut ihm nicht gut. Dagegen braucht er unseren Schutz in Freiheit und ebenso die Hilfe von Organisationen wie etwa "Pro Igel" und Igelstationen, die alljährlich Hunderte von Igeln betreuen. "Der putzig anmutende Igel verleitet leider zu oft dazu, ein zuviel menschlicher Fürsorge walten zu lassen.", weiß auch Philip McCreight von TASSO e.V. Das Tier der Märchen und Fabeln will in Ruhe gelassen werden, ganz besonders, wenn es dem Menschen begegnet.

Quelle: TASSO Newsletter vom 06.03.2009



Kreis Gießen

Manni hat es geschafft, aber viele Igel brauchen noch Hilfe
Igelstation musste geschlossen werden - Trotzdem weiter Engagement für Stacheltiere

LICH (kr). Manni hat es geschafft. Sein Gewicht hat er von 40 auf 80 Gramm verdoppelt. Viel Wärme half ihm, zu überleben. Munter frisst das Igelbaby sich grammweise nötige Pfunde an. Manni geht es besser als vielen anderen Jung-Igeln. Sabine Haibach, Vorsitzende von "TierfreundLich", bekam erst vor wenigen Tagen ein Mini-Stacheltier gebracht, das binnen 20 Minuten starb - unterkühlt und verhungert. Der Tierschutzverein kümmert sich weiter um solche Wildtiere, obwohl die Igelstation in Muschenheim geschlossen werden musste. Karl-Ludwig und Erika Konradi konnten ihr Engagement in "Igelhausen" aus gesundheitlichen Gründen nicht fortsetzen. Dort wurden die Tiere über viele Jahre hinweg aufgenommen, entfloht, von Zecken und anderen Parasiten befreit und aufgepäppelt, wenn sie Untergewicht hatten. Nach dem Überwintern wurden sie wieder ausgewildert. Jedes Tier wurde täglich gewogen und hatte seine eigene Karteikarte, auf der die Entwicklung dokumentiert wurde. Die Zahl der aufgenommenen Igel stieg von Jahr zu Jahr.

Sabine Haibach dient jetzt "nur" noch als "Sammelstelle" für Igel, die menschliche Hilfe brauchen. Zwei Mal pro Woche kommen Mitarbeiter der "Igelinsel" Mühlheim bei Offenbach, um die Tiere abzuholen. "Manni" wurde aus Nidda vor zwei Wochen zu Sabine Haibach gebracht. Nach drei Tagen öffneten sich seine Augen zum ersten Mal. Mittlerweile ist er immerhin so groß wie ein Hamster. Auch er wird bald die Reise nach Südhessen antreten. Mannis Artgenosse, der nur 20 Minuten bei der Tierschützerin war, wurde von einer Mutter mit ihren Kindern abgegeben. Sie kamen mit dem Igelbaby, weil es seit einem Tag schon nichts mehr gefressen hatte. "Der Kleine konnte nicht mehr, weil er völlig durchgekühlt war", so Sabine Haibach. Auch die Decke, in die man ihn gewickelt hatte, nutzte ihm nichts: "Er hatte gar keine Eigenwärme mehr. Er hätte eine Wärmflasche gebraucht. Wenn man ihn mir schneller gebracht hätte, hätte er überleben können". Sabine Haibach bittet alle Menschen, die einen hilfsbedürftigen Igel finden, ihn wie beschrieben warm zu halten und sich möglichst schnell an Fachleute zu wenden - an einen Tierarzt oder einen Tierschutzverein. Keinesfalls dürfen Igel Milch bekommen, weil das für sie tödlich sein kann. Wer Igel in seinem Garten hat, kann ihnen mit Katzenfutter und Wasser helfen. Hilfsbedürftig sind alle Igel, die man zu dieser Jahreszeit tagsüber sieht. Dann schlafen die nachtaktiven Tiere nämlich normalerweise. Igel, die unter 500 Gramm wiegen, haben ebenfalls kaum eine Überlebenschance - so steht es auch auf den Internetseiten von "TierfeundLich".

"Ein Tierschutzverein ist kein reicher Verein", verdeutlicht Sabine Haibach die finanzielle Situation von "TierfreundLich". 4000 Euro kostet sein Engagement für Wildtiere den Verein im Jahr. "Wir sind auf Spenden dringend angewiesen", betont die Vorsitzende und bittet um Zuwendungen auf das Konto 10 659108 bei der Volksbank Mittelhessen (BLZ 513 900 00). Wer Ratschläge für den Umgang mit Igeln braucht, kann sich unter 0700/84375424 an die Vereinsvorsitzende oder unter 06404/64637 an ihre Vertreterin Dr. Cornelia Konrad wenden. www.tierfreund-lich.de

Quelle: Gießener Anzeiger vom 29.07.2007

Igelbaby Manni (Anfang September 2007 geboren) hat es geschafft. Durch intensive Pflege seiner "Pflegemama" konnte der Winzling gerettet werden.

Neue Bilder von unserem kleinen "Nimmersatt" (natürlich sollten Sie Ihrem Igel nach wie vor keine Milch geben. Bei Manni handelt es sich nicht um ein Milchbad sondern um seine Aufzuchtmilch bzw. seinen "Babybrei"):


Im Sommer 2007 wurde die Igelstation in Muschenheim leider geschlossen, da unsere "Igelleute", das Ehepaar Konradi aus gesundheitlichen Gründen die sehr aufwändige Arbeit mit den kleinen Stacheltieren nicht mehr leisten konnte. Trotz der Schließung der Muschenheimer Igelstation betreut TierfreundLich e.V. weiterhin bis zu 150 Igel pro Jahr.

Der folgende Beitrag ist also als "historisch" anzusehen. Wir möchten ihn aber gerne auf der Homepage lassen, um die überaus engagierte Arbeit des Ehepaares Konradi auf diese Weise zu würdigen:

Igel-Station von TierfreundLich e.V. (Artikel aus dem Jahr 2005)

Die Igel-Station von TierfreundLich e.V. rückte in das Interesse des Fernsehens, nämlich des Hessischen Rundfunks. Ein Kamera-Team filmte den Tagesablauf, wie es in einer Igel-Station zugeht. Der Bericht wird nächste Woche im 3. Programm in der Hessenschau gesendet.

Es begann mit einem kindgerechten Vortrag über Igel, den Herr Konradi, der "Herr der Stacheln" dieses Mal im Kindergarten von Hungen-Villingen hielt. Er brachte auch lebendiges "Anschauungsmaterial", einen Igel mit. Die Kinder hatten sich bereits Wochen vorher Informationen über diese "heimlichen" Wildtiere erarbeitet und warteten nun gespannt darauf, von Herrn Konradi noch mehr über Igel zu erfahren. Leider zeigte sich der mitgebrachte Igel nicht sonderlich kooperativ, was er durch Einrollen demonstrierte. Das tat aber der Begeisterung der Kinder keinen Abbruch, als sie ihn kurz berühren durften.
Jedes Kind hatte dem Igel ein Geschenk mitgebracht, und so standen viele Dosen mit Hunde- oder Katzenfutter auf einem "Gabentisch".
Anschließend fuhr das Fernseh-Team nach Lich-Muschenheim, um vor Ort in der Igel-Station weiterzudrehen.

Hier werden in Not geratene Igel aufgenommen, entfloht, von Parasiten (Zecken u. andere) befreit, untergewichtige Tiere aufgepäppelt und in einem Auswilderungsgehege wieder auf die Freiheit vorbereitet.

Warum der Aufwand ? Die überaus nützlichen Nachttiere ernähren sich überwiegend von Insekten, Schnecken, Spinnen, Würmern und anderem. Sie fressen in 24 Stunden bis zu 70 % von ihrem Körpergewicht - also eine ganze Menge. Um diese Menge zu finden, bewegen sich diese Nützlinge in einem Radius von ca. 10 km. Und genau diese für uns überaus nützliche Tiere sind aus den verschiedensten Gründen - z. B. Straßentod - vom Aussterben bedroht und stehen auf der Liste der besonders streng geschützten Tierarten.

Die Igel - Auffangstation von TierfreundLich e.V. wird betreut von dem Ehepaar Erika und Karl-Ludwig Konradi in Lich-Muschenheim. Die tierärztliche Betreuung liegt in den bewährten Händen der Vereinstierärztin von TierfreundLich e.V.
Die Eheleute Konradi beschäftigen sich schon seit langen Jahren mit den possierlichen Stacheltieren und blicken auf eine solide Erfahrung zurück. Sie führen genau Buch über die aufgenommenen Pfleglinge. Sie werden markiert (unabdingbar bei über 100 Tieren!), täglich gewogen und jedes Tier erhält seine eigene Karteikarte, auf welcher auch der Fundort für die spätere Auswilderung vermerkt wird.

Jedes Jahr steigert sich die Anzahl der aufgenommenen, hilfebedürftigen Tiere. Waren es in den ersten Jahren noch um die 20 Igel pro Saison, so sind mittlerweile um die 100 Tiere zu verzeichnen, vom winzigen Baby-Igel mit ca. 30 g bis zum großen, ausgewachsenen Igel. In dieser Saison werden es vermutlich noch wesentlich mehr werden. Die Tiere werden aus einem sehr großen Umkreis gebracht, sogar aus Korbach waren dieser Tage Igel dabei.

Um das alles bewältigen zu können, wurde im letzten Jahr von TierfreundLich e.V. ein Igelhaus gebaut - die Igel-Zuflucht. Man könnte es als eine Intensiv-Station für kranke Igel bezeichnen. Die Einrichtung ist zweckmäßig gehalten mit einzelnen Boxen, die auch leicht zu reinigen sind. Hier können bis zu ca. 50 Tiere untergebracht werden.

Abschließend konnte man noch beobachten, wie zwei Igel, die das gewünschte Gewicht erreicht hatten, bei Einbruch der Dunkelheit wieder in die Freiheit entlassen wurden.

Zum Schluss noch ein Aufruf von TierfreundLich e.V. an die Leser: Da Igel reine Nachttiere sind, ist das Sichten von Igeln am Tag nicht normal und hat meistens einen notleidenden Hintergrund wie z.B. Untergewicht, Verletzungen oder andere Ursachen. Wer zu dieser Jahreszeit einen Igel entdeckt, der unter 500g wiegt, dann hat dieses Tier ebenfalls keine Chance, den Winter zu überstehen. Wir bitten die Leser, in diesen Fällen die Tiere einzufangen und zu uns zu bringen - wir kümmern uns um diese Tiere und somit leisten Sie und wir gemeinsam einen Beitrag zum Tierschutz.

Wer in seinem Garten Igel füttern will, sollte auf Milch verzichten. Igel vertragen den in der Milch enthaltenen Milchzucker nämlich nicht und reagieren darauf mit heftigem Durchfall, an dem sie auch sterben können. Obst wird in den meisten Fällen auch verschmäht, sondern höchstens auf eventuell darin enthaltene Insekten untersucht. Wasser und Hunde- oder Katzennassfutter ist vollkommen ausreichend.

Da Wildtiere (nicht nur Igel!) mittlerweile ein sehr kostenintensiver Schwerpunkt bei TierfreundLich e.V. geworden sind, was nicht durch eine Vermittlungsgebühr wie bei Hund oder Katze aufgefangen werden kann, bittet der Verein dringend um Unterstützung in Form von Futterspenden (Katzen- und Hundefutter in Dosen) oder Geldspenden. Da der Verein als gemeinnützig anerkannt ist, werden auf Verlangen Spendenbescheinigungen ausgestellt, die steuerlich absetzbar sind.

Weiterhin werden dringend für das Frühjahr Auswilderungsplätze für Igel in relativ natürlich belassenen, verkehrsarm gelegenen Gärten gesucht. Wer Interesse daran hat, z. B. seinen Gemüsegarten so biologisch von Schädlingen befreien zu lassen, möchte sich bitte melden.

Der besondere Dank von TierfreundLich e.V. gilt der Entsorgungsfirma Klein aus Lich, die den reichlich anfallenden Igel-Müll kostenlos entsorgt.

Weitere Informationen über den Verein finden Sie im Internet.

TierfreundLich e.V.

0700 / 84375424

Spendenkonto:
Volksbank Gießen
BLZ 513 900 00
Kto 106 591 08



Bilder unserer ehemaligen Igelstation:


Wie viele Stacheln
Im Villinger Kindergarten gab es darauf die Antwort.

VILLINGEN (ivi). Es war mucksmäuschenstill im Kindergarten Villingen. Im großen Kreis saßen die Kinder und schauten gebannt auf den kleinen Igel, der sich auf dem Boden vor ihnen unbeweglich zusammengerollt hatte. Karl-Ludwig Konradi hatte das stachelige Kerlchen aus seiner Igelauffangstation in Muschenheim mitgebracht. "Rund um den Igel" hieß das Thema, das im Kindergarten in den letzten Wochen behandelte worden war. Zum Abschluss hatten die Erzieherinnen den Igelspezialisten eingeladen. Er war nicht nur mit einem echten Igel gekommen, sondern auch mit vielem Wissen über das Leben der Igel, zu ihrem Aussehen und Verhalten, zu ihren Fressgewohnheiten.

Aktiv wird der Winterschläfer, der zu den ältesten Säugetieren gehört, erst in der Dämmerung und in der Nacht. Erwachsene Igel sind 24 bis 28 Zentimeter lang und wiegen zwischen 800 und 1500 Gramm. Ein Steppke wollte es genau wissen, als er nach der Anzahl der Stacheln fragte. Aber auch das wusste Konradi: 6000 bis 8000 Stacheln sind es. Bei Gefahr rollt er sich ein und richtet die Stacheln auf.
Auch gab der Gast Ratschläge wie man mit einem Igel im eigenen Garten umgehen soll. Mit einem Schälchen voll Wasser und einem anderen mit Katzenfutter kann man sich den ruhigen Gesellen zum Freund machen. Zur Überraschung des Kindergartenteams war an diesem Vormittag ein Reporter mit Kameramann und Toningenieur gekommen, um während der "Igelstunde" zu drehen.
Die Szenen werden in einen Film über die Igelstation Muschenheim eingearbeitet, der voraussichtlich in der nächsten Woche in der Hessenschau ausgestrahlt wird. Am Ende hatte Sabine Habach noch eine Bitte. Die Vorsitzende des Vereins "TierfreundLich" erklärte, dass sich der Tierschutzverein nicht nur auf Haustiere beschränkt sondern sich auch um wilde Tier. Spenden seien für diese Arbeit dringend nötig. Das Konto läuft bei der Volksbank Gießen-Friedberg unter der Nummer 10659108 BLZ 51390000

 


© 2007 www.providerland.de - Letzte Änderung: 7. Jun 2010