Der Waschbär stammt ursprünglich aus Nordamerika. Doch seit etwa dem zwanzigsten Jahrhundert ist er auch in Europa beheimatet. Waschbären sind überwiegend nachtaktiv und leben bevorzugt in gewässerreichen Laub- und Mischwäldern. Waschbären sind Allesfresser, sie ernähren sich von Pflanzen und Weichtieren, doch auch menschentypische Nahrung wird nicht verachtet.

Der so possierlich aussehende Waschbär ist ein sehr intelligentes Tier, er lernt schnell. So setzt er – anders wie Großbären – seine Zehen deutlich funktionaler ein. Nahrungsmittel werden vor dem Verzehr abgetastet, um unerwünschte Teile zu entfernen. Dies ist möglich, weil die Pfoten äußerst sensibel sind. Werden Waschbären in Gefangenschaft gehalten, tragen Sie ihre Beute zum Wasser, um es dort zu waschen. In der freien Natur dagegen kommt dieses Verhalten nicht vor. Nahrungsmittel, die der Waschbär allerdings im oder am Wasser fängt, wäscht er immer. Daher stammt auch sein Name.

Tagsüber wird man den Waschbären kaum zu Gesicht bekommen, er ist hauptsächlich in der Nacht und in der Dämmerung aktiv. Außerdem ist er ein sehr guter Kletterer und ein sehr anpassungsfähiges Tier. So überlebt er auch in dicht besiedelten Gebieten und kommt mit der Gegenwart von Menschen bestens zurecht. Essensreste in der Mülltonne, ein gut mit Obst und Gemüse ausgestatteter Garten – das lockt einen Waschbären an und dient als reichhaltige Nahrungsquelle. Gartenhäuschen und verlassene Gebäude sind zudem eine gute Brutstätte für den Waschbären.